Ich lasse los

Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist definitiv in der Natur unterwegs zu sein. Vor allem, wenn der Alltagsstress uns einholt, wir manchmal nicht mehr wissen wo oben und unten ist, schafft sie es uns zu beruhigen und behutsam unseren Reset-Knopf zu drücken.

Besonders jetzt im Herbst, reicht es sie geduldig zu beobachten und so viel von ihr zu lernen. Die Blätter, die Wochen zuvor noch in sattem Grün erstrahlten, lösen sich langsam von den Zweigen. Ganz ohne jeden Widerstand, lassen sie los und gleiten voller Anmut zu Boden. Sie leiden nicht. Sie widersetzen sich nicht. Sie sammeln sich und nehmen die Aufgabe an wieder Teil eines ewigen Kreislaufs zu werden.

Ganz so friedvoll wie das wunderschöne Herbstblatt, das sich langsam zu Boden fallen lässt, ist es in unserem Leben nicht immer.

Ich war lange Zeit Meisterin im widersetzen, kontrollieren und nicht loslassen wollen. Ich dachte, wenn ich mich nur genug anstrenge, würde ich die Kontrolle über mein ganzes Leben haben und jede Situation vorhersagen können.

Ich wollte alles richtig machen, mich perfekt verhalten, damit bloß niemand sah, was sich alles hinter der offensichtlich souveränen Fassade verbarg.

Das Problem war, dass meine ganze Energie in dieses Vorhaben hineinfloss. Und es war eine Menge Energie. Es war nichts mehr übrig, um mich nur ansatzweise mit meinem persönlichen Seelenweg zu beschäftigen oder ihm irgendwelche Beachtung zu schenken.

Manchmal ist es Zeit zu wählen, entweder oder. Aus Liebe zu unserer Seele, tief durchzuatmen und loszulassen.

Auch in hoffnungslosen Situationen oder Lebensumständen, die mir offensichtlich nicht gut taten, fiel es mir oft schwer loszulassen. Denn auch, wenn diese mich innerlich langsam verbrauchten, waren sie doch die einzigen Umstände, die ich kannte.

Mein ganzer Körper und mein Gehirn waren konditioniert und hatten sich über die Jahre hinweg angepasst. Jede kleinste Veränderung machte ihnen Angst und so gaben sie sich lange mit weniger zufrieden, solange sie von anscheinender Sicherheit umhüllt blieben.

Stellst du dir auch manchmal die Frage, was dein Gegenüber denkt oder wie eine Situation ausgegangen wäre, wenn du anders gehandelt oder etwas anderes gesagt hättest? Auch jetzt ertappe ich mich manchmal noch bei dieser Fragestellung. Dann grübele ich vor mich hin und werde nur schwer aus meinen Tagträumen rausgeholt.

Nur wenn wir loslassen, haben wir beide Hände frei.

Die Wahrheit ist, solange wir an einem Menschen oder an einem Umstand festhalten, ist es uns unmöglich, empfänglich für neue Erfahrungen zu sein und die Fülle in unserem Leben zu begrüßen.

Solange wir uns unseren Kopf zerbrechen, was unser Gegenüber wohl denken mag oder uns zu Tode grübeln, wie unsere jetzigen Lebensumstände sich entwickeln könnten, verbrauchen wir unsere kostbare Energie.

Wir wissen alle, dass sie nicht unerschöpflich ist. Deshalb ist es essenziell uns klar zu werden, wohin wir sie fließen lassen möchten.

Eine schwere Last fällt von uns ab, wenn wir uns entscheiden zu vertrauen und Teil des ewigen Kreislaufs zu sein.

Ich lasse los und lade Liebe und Fülle in mein Leben ein.

Dieses Zitat dient mir nun als wahres Mantra. Es öffnet unser Herz und lässt unseren Kopf zur Ruhe kommen. Lies es ruhig nochmal. 🙂

Ich versuche nicht mehr alles verstehen zu wollen. Meine Seele weiß es definitiv besser als mein sturer Kopf oder mein Ego.

Der dunkelste Moment in der Nacht, ist jener genau vor Sonnenaufgang.

Wenn du dich gerade in einer scheinbar ausweglosen Situation befindest, wenn du ausgelaugt bist, oft den Tränen nah, weil du nicht weißt, wie es in nächster Zeit weitergehen soll, oder dich fragst, warum gerade diese Person jetzt in dein Leben eingetreten ist, nimm diese Unwissenheit an, widersetze dich nicht der Veränderung und vertraue deinem Seelenweg.

Das Universum richtet sich gerade neu aus, um für dich die Sonne scheinen zu lassen.

Love, Christine ❤

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